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Tsunami im Pazifik
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FLHRCI



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Tsunami im Pazifik, 11 Mar. 2011 10:26


den besten Liveticker hat im Augenblick wohl die FAZ: guggsdu

Die englischen Seiten des japanischen Fernsehens sind nur mühsam und sporadisch zu erreichen. Ein paar frühe Bilder gibt‘s auf tagesschau.de.

Das Ausmaß der Katastrophe im gesamten Pazifikraum ist noch nicht abzusehen - die USA lassen die Marianen teilweise evakuieren ...

Gruss Hans

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RE: Tsunami im Pazifik, 11 Mar. 2011 10:39


DTS-Meldung vom 11.03.2011, 10:33 Uhr:

"Japan: Ausmaß der Erdbeben-Katastrophe noch nicht absehbar


Nach einem schweren Erdbeben im Norden Japans und einem dadurch ausgelösten Tsunami ist das Ausmaß der Katastrophe noch nicht absehbar.

Tokio (dts Nachrichtenagentur) - Der japanische Rundfunksender NHK berichtet bislang von mindestens 18 Toten und vielen Verletzten. Diese Zahlen sind allerdings noch nicht bestätigt und dürften noch weiter steigen. Ein Zehn-Meter-Tsunami traf den Hafen von Sendai im Norden der Insel Honshu.

Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Autos, Boote und ganze Gebäude weggespült wurden. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf Regierungsangaben berichtet, sind im Nordosten Japans rund 50 Feuer ausgebrochen. Im Großraum Tokio fiel vorübergehend der Strom aus, der Flughafen der Metropole wurde geschlossen.

Das US-Tsunami-Warnzentrum gab Warnungen für praktisch alle Küstengebiete am Pazifik aus. Geologen der US-Erdbebenwarte USGS gaben für das Erdbeben einen Wert von 8,9 auf der Magnituden-Skala an. Das Beben, das als das schwerste in Japan seit 140 Jahren gilt, ereignete sich um 14:46 Uhr Ortszeit (6:46 Uhr MEZ) vor der Ostküste Japans, zirka 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai.

Das Epizentrum lag in knapp 30 Kilometer Tiefe. Dem Erdstoß folgten mehrere Nachbeben. Erst am Mittwoch hatte ein Beben der Stärke 7,3 den Nordosten Japans erschüttert.


© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Info)"

Gruss Hans

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RE: Tsunami im Pazifik, 11 Mar. 2011 11:32


auf CNN gibt‘s gibt‘s ein paar Videos und so sah das in den japanischen Nachrichten aus: click (Achtung, die ersten 10 Minuten sind ziemlich unspektakulär - wir verstehen ja den Text nicht - aber dann kommen ein paar hammerharte Aufnahmen).

Focus.online zeigt ein Video eines japanischen Fernsehteams aus einem Helikopter: click - auch das sieht richtig böse aus.

Gruss Hans

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RE: Tsunami im Pazifik, 11 Mar. 2011 14:29


"Erdbeben-Videos auf Youtube

Die Erde bebt und die Kamera läuft
Niemand war vorbereitet: Doch das Erdbeben vor der Küste Japans und der darauffolgende Tsunami wurden teilweise live gefilmt. Auf Youtube laufen Amateur-Videos von Menschen ein, die zeigen, wie sie die Katastrophe erlebt haben. Drei Beispiele.

Von Marco Dettweiler


11. März 2011 Die großen Bilder kamen von CNN und vom japanischen Fernsehen. Eine Flutwelle wälzt sich über das Küstenland, Schiffe treiben ungesteuert auf eine Brücke zu, Autos schwimmen hilflos im meterhohen Wasser. Sie werden ständig wiederholt, weil die Sender nicht viel mehr haben, aber auch, weil sie zeigen wie mächtig die Folgen des Erdbebens sind.

Das Internet war schneller. Auf Youtube finden sich kurze Amateur-Videos, die zeigen, wie die Erde bebt. Gefilmt von Menschen in Japan mit ihren Smartphones oder Taschencamcordern. Vermutlich gibt es deswegen so viele Videos, weil es kaum ein anderes Land gibt mit so vielen technikaffinen Bürgern.

Youtube hat für solche Fälle Kanäle eingerichtet. Auf „Citizentube“ etwa werden gerade Erdbeben-Videos gebündelt. In diesem Blog sammeln sich nun immer mehr kurze Film-Schnipsel, die auf ihre besondere Art zeigen, was es bedeutet, ein Erdbeben zu erleben. Wir haben exemplarisch drei Videos ausgesucht ..."

mehr dazu auf faz.net



Auf Hawai wird die Welle um 02.55 Uhr Ortszeit, also in ca 30 Minuten erwartet - noch laufen die webcams dort, die niedriger gelegenen Gebiete sind evakuiert, es gibt einen livestream ...

Gruss Hans

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Geändert von FLHRCI am 11.Mar.2011 14:34
 
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RE: Tsunami im Pazifik, 11 Mar. 2011 16:02


in Hawai waren die Wellen zwar deutlich zu sehen, richteten aber soweit ersichtlich keine Schäden an.

Dafür wird die Lage in Japan immer brenzliger:

DTS-Meldung vom 11.03.2011, 15:51 Uhr:

"Japan: AKW-Notkühlsystem läuft nur noch per Batterie


Das Notkühlsystem des Atomkraftwerks Fukushima wird nur noch per Batterie betrieben.

Tokio (dts Nachrichtenagentur) - Die Batterien könnten den Betrieb des Kraftwerks nur noch für wenige Stunden sichern, teilte die Kölner Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) unter Verweis auf japanische Angaben hin mit. Sollten die Batterien versagen, drohe schlimmstenfalls eine Kernschmelze, erklärte GRS-Sprecher Sven Dokter. Eine genaue Voraussage könne derzeit aber noch nicht getroffen werden.

Die Behörden in Japan haben tausende Menschen aus der Region evakuieren lassen. Am Freitagmorgen (deutscher Zeit) hatte ein schweres Erdbeben Japan erschüttert. Geologen der US-Erdbebenwarte USGS gaben für das Erdbeben einen Wert von 8,9 auf der Magnituden-Skala an.

Das Beben gilt das als das schwerste in Japan seit 140 Jahren. Das US-Tsunami-Warnzentrum gab Warnungen für praktisch alle Küstengebiete am Pazifik aus. Inzwischen haben erste Flutwellen auch die Hawaii-Insel Kauai erreicht.


© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Info)"

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RE: Tsunami im Pazifik, 12 Mar. 2011 09:33


DTS-Meldung vom 12.03.2011, 09:21 Uhr:

"Japan fürchtet nach Erdbeben atomare Katastrophe


Nach dem verheerenden Erdbeben in Japan wächst die Angst vor einer nuklearen Katastrophe.

Tokio (dts Nachrichtenagentur) - Informationen der Atomsicherheitskommission zufolge ist nahe des Atomkraftwerks Fukushima I radioaktives Cäsium festgestellt worden. Laut den Behörden könne es zu einer Kernschmelze gekommen sein, das Kühlsystem war zuvor ausgefallen. Zudem steige die Radioaktivität in der Umgebung der Anlage an, hieß es.

Im Inneren sei der Normalwert bereits um das Tausendfache überschritten. Die Evakuierungen wurden indes ausgeweitet, Anwohner wurden in einem Umkreis von zehn Kilometern evakuiert. Indes wurde in der Schwesteranlage, Fukushima II, der nukleare Notstand ausgerufen.

Drei Reaktoren sind dort vom Ausfall des Kühlsystems ausgebrochen betroffen. Die Evakuierung von Anwohnern in einem Umkreis von drei Kilometern wurde angeordnet.


© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Info)"

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RE: Tsunami im Pazifik, 12 Mar. 2011 10:40


ntv meldet:

"Die Lage im japanischen Meiler Fukushima 1 spitzt sich dramatisch zu. Nach Medienberichten gibt es dort eine Explosion. Bilder des japanischen TV-Senders NHK deuten darauf hin, dass dabei Teile der Gebäudehülle des Reaktors weggesprengt wurden. Dach und Mauern sind zerstört. Es scheint mehrere Verletzte zu geben. ..."

mehr dazu auf ntv


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RE: Tsunami im Pazifik, 12 Mar. 2011 10:53


ausser in Japan sind sonst wohl nirgends grössere Schäden entstanden, meldet ntv.

Welcher Schaden jedoch volkswirtschaftlich auch bei uns noch folgen mag ist nicht absehbar. Der berüchtigte Spruch vom "Sack Reis" stimmt in einer global vernetzten Wirtschaft eben nicht mehr ...

Gruss Hans

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RE: Tsunami im Pazifik, 13 Mar. 2011 14:09


google hat Vorher-Nachher Satellitenbilder zur Betrachtung in google Earth eingestellt - verheerende Schäden.

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RE: Tsunami im Pazifik, 13 Mar. 2011 17:23


es werden immer mehr kranke AKWs in Japan:

erst Fukushima I, dann II, dann kamen heute noch Onagawa und vor 10 Minuten Tokai dazu.

Ausserdem geht ihnen nicht nur der Strom sondern nun auch noch das Benzin aus. Ganz abgesehen davon, dass sie neben einer unbekannten Anzahl von durch Erdbeben und Tsunami Obdachlos Gewordenen nun auch noch hunderttausende Evakuierte (allein aus der Umgebung von Fukushima um 200.000) transportieren, unterbringen und versorgen müssen ...

Gruss Hans

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RE: Tsunami im Pazifik, 14 Mar. 2011 07:17


DTS-Meldung vom 14.03.2011, 03:38 Uhr:

"Fukushima: Neue Explosion in Reaktor 3


Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima I hat es offenbar erneut eine Explosion gegeben.

Tokio (dts Nachrichtenagentur) - Nach Angaben der japanischen Atombehörde sei der Reaktor 3 der Anlage betroffen. Auf Livebildern war eine aufsteigende Wolke zu sehen. Anwohner wurden aufgerufen, Gebäude nicht zu verlassen.

Gleichzeitig wurde ein neuer Tsunami mit einer Höhe von bis zu fünf Metern erwartet, der auch die Region Fukushima treffen könnte.


© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Info)"

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RE: Tsunami im Pazifik, 14 Mar. 2011 07:21


DTS-Meldung vom 14.03.2011, 07:16 Uhr:

"Japan: AKW-Kontrollraum nach erneuter Explosion in Fukushima offenbar unbeschädigt


Bei der erneuten Explosion im dritten Reaktorblock des japanischen Atomkraftwerks Fukushima ist der zentrale Kontrollraum des Reaktors offenbar unbeschädigt geblieben.

Tokio (dts Nachrichtenagentur) - Das erklärte Regierungssprecher Yukio Edano. Auch das Risiko einer weiteren Explosion sei gering. Nach der Wasserstoffexplosion sei nur eine kleine Veränderung der radioaktiven Strahlung festgestellt worden, die Strahlenbelastung bewege sich deutlich unter dem Grenzwert von 500 Mikrosievert.

Nach Angaben der Betreiberfirma Tepco werden nach der Explosion noch sieben Menschen in dem Atomkraftwerk vermisst. Drei Personen wurden bei der Detonation verletzt. Anwohner wurden nach der Explosion am Montagmorgen (MEZ) aufgerufen, Gebäude nicht zu verlassen.

Kurz zuvor hatte ein Nachbeben der Stärke 6,2 die Region erschüttert.


© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Info)"

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RE: Tsunami im Pazifik, 15 Mar. 2011 00:51


DTS-Meldung vom 15.03.2011, 00:23 Uhr:

"Kyodo: Explosion beschädigt Atomreaktor in japanischem Kraftwerk Fukushima I


Im Reaktor 2 des japanischen Atomkraftwerks Fukushima I hat sich am Dienstagmorgen (japanische Zeit) offenbar eine Explosion ereignet.

Tokio (dts Nachrichtenagentur) - Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die japanische Regierung. Demnach sei ein Teil des Schutzmantels des Atomreaktors beschädigt worden, wodurch erhebliche Mengen Radioaktivität entweichen könnten. Gesicherte Informationen über den Austritt von Strahlung liegen allerdings noch nicht vor.

Am Montagabend (deutscher Zeit) hatten Techniker damit begonnen, Meerwasser in den Reaktorblock 2 zu pumpen, um die heißen Brennstäbe herunter zu kühlen. Vor der Flutung hatten diese über zwei Stunden lang frei gelegen.


© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Info)"


alles ziemlich "unbestätigt" - aber es gibt ein ziemlich sicheres Gefahrenanzeichen: der US-Flugzeugträger Ronald Reagan hat Kurs weg von Japan genommen. Die wissen mehr als der Rest der Welt ...

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RE: Tsunami im Pazifik, 15 Mar. 2011 09:59


der Spiegel zeigt Satellitenbilder vorher/nachher ...

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RE: Tsunami im Pazifik, 16 Mar. 2011 10:33


DTS-Meldung vom 16.03.2011, 07:34 Uhr:

"Japan: Situation im AKW Fukushima gerät weiter außer Kontrolle


Die Situation im japanischen Atomkraftwerk Fukushima gerät immer weiter außer Kontrolle.

Tokio (dts Nachrichtenagentur) - Am Mittwochmorgen (MEZ) kam es zu zwei weiteren Explosionen, zudem brachen unkontrollierte Feuer aus. Aus Reaktor 3 stieg zudem Rauch auf, was auf eine Beschädigung der Schutzhülle hindeuten könnte. In der Umgebung des Kernkraftwerks ist daraufhin eine massiv erhöhte Strahlenbelastung gemessen worden.

Wie ein japanischer Regierungssprecher mitteilte, konnten die Arbeiter daraufhin das Gelände nicht mehr betreten, so dass keine Arbeiten an den beschädigten Reaktoren mehr durchgeführt werden konnten. Auch die Kühlung der betroffenen Brennstäbe musste eingestellt werden. Später war die Strahlendosis allerdings wieder auf ein Niveau gesunken, das die Wiederaufnahme der Arbeiten zuließ.

Insgesamt arbeiten noch 50 Spezialisten daran, eine weitere Ausweitung der Atomkatastrophe zu verhindern. 750 weitere Arbeiter wurden bereits abgezogen.


© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Info)"


wenn man den Newsticker des Focus zum Thema verfolgt wird die Lage dann endgültig undurchschaubar - so alle 2 Stunden wechseln sich "Entspannung" und "Verschärfung" der Lage ab.

Um 06.19 h heute morgen wird dort zur Gesamtlage jedenfalls berichtet, dass mindestens 1,6 Millionen Haushalte noch immer ohne fließend Wasser seien, 76 000 Gebäude beschädigt und mindestens 6300 weitere komplett zerstört sein sollen. Mindestens 440 000 Menschen sollen in 2400 Notunterkünften leben. Dort mangele es teilweise an Wasser und Essen. Im Nordosten seien außerdem 850 000 Haushalte ohne Strom.

Gruss Hans

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RE: Tsunami im Pazifik, 17 Mar. 2011 18:36


DTS-Meldung vom 17.03.2011, 18:09 Uhr:

"Moldawier wollen Japan mit Rotwein-Hilfslieferungen unterstützen


Moldawier wollen verschiedene Marken Rotwein an das von Atomunfällen betroffene Japan liefern.

Kischinau (dts Nachrichtenagentur) - Wie Nelly Sonic, Generaldirektorin einer moldawischen Winzerei, mitteilte, handle es sich zunächst um 28.000 Flaschen. Gleichzeitig riet sie den Japanern, nicht mehr als 100 Milliliter Wein pro Tag zu konsumieren. Rotwein führt Radionuklide aus dem menschlichen Organismus ab.

Sonic verwies auf die Besatzungen von Atom-U-Booten, welche zu Sowjetzeiten täglich Rotwein bekommen hätten, um das Risiko radioaktiver Strahlung zu verringern.


© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Info)"


das ist doch jetzt mal ‘ne nette Idee

Gruss Hans

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RE: Tsunami im Pazifik, 19 Mar. 2011 10:08


DTS-Meldung vom 19.03.2011, 08:03 Uhr:

"Chef der Wirtschaftsweisen: Nuklearkatastrophe bremst Weltwirtschaft


Der Chef der Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, befürchtet erhebliche weltwirtschaftliche Folgen, sollte die Nuklearkatastrophe in Japan außer Kontrolle geraten.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - "Die Folgen könnten im Extremfall für Japan desaströs sein und erhebliche weltwirtschaftliche Bremsspuren hinterlassen", sagte Franz der "Rheinischen Post" (Samstagsausgabe). Die direkten Effekte auf die deutsche Wirtschaft seien zwar begrenzt, da deutsche Unternehmen nur gut ein Prozent aller Ausfuhren nach Japan liefern. "Es gibt aber auch Drittlandeffekte: Länder wie etwa China, die stärker mit Japan verflochten sind, werden Einbußen haben und deshalb unsere Exportprodukte dann möglicherweise weniger nachfragen", sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.


© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Info)"


die Lage in Japan ist währenddessen noch immer kritisch:


DTS-Meldung vom 19.03.2011, 08:34 Uhr:

"Zahl der Todesopfer in Japan auf mehr als 7.100 gestiegen


Nach dem verheerenden Erdbeben in Japan ist die Zahl der offiziell bestätigten Todesopfer auf 7.197 gestiegen.

Tokio (dts Nachrichtenagentur) - Dies gab die japanische Polizei am Samstag bekannt. Immer noch gelten mehr als 10.000 Menschen als vermisst. 262 Nachbeben nach dem Hauptbeben vor einer Woche erschweren die Rettungsarbeiten indes erheblich.

Unterdessen wird am Atomkraftwerk Fukushima I unvermindert gegen eine atomare Katastrophe gekämpft. Weiterhin werden die Reaktoren von außen mit Wasser gekühlt. Mehr als Tausend Tonnen sollen letztendlich versprüht werden, meldet der japanische TV-Sender NHK am Samstag.

Allerdings sei dies nur eine vorübergehende Lösung, die Etablierung der Stromversorgung des AKW stehe im Vordergrund. Laut Betreiber Tepco stehe seit Samstagmorgen (Ortszeit) eine Starkstromleitung zum Atommeiler, allerdings seien noch weitere Verkabelungen nötig, bevor mit einem Test der Pumpen und Systeme begonnen werden könne.


© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Info)"


der Einsatz der Feuerwehrleute am Kraftwerk Fukushima erinnert dabei immer mehr an die Liquidatoren von Tschernobyl ...

Gruss Hans

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RE: Tsunami im Pazifik, 21 Mar. 2011 08:54


DTS-Meldung vom 21.03.2011, 01:00 Uhr:

"Experte befürchtet Strahlentod von Fukushima-Arbeitern


Der renommierte Strahlenbiloge Edmund Lengfelder geht davon aus, dass die Hälfte der Männer, die seit Tagen in den japanischen Unglücksreaktoren Fukushima arbeiten, am akuten Strahlentod sterben wird.

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - "Zuerst wird es den Menschen übel und schwindlig", erklärt er in der "Frankfurter Rundschau" (Montagsausgabe). Dann "brechen lebenswichtige Funktionen zusammen. Man kann versuchen, diese Menschen auf Intensivstationen noch eine Weile am Leben zu erhalten. Sie werden aber in der Regel nicht mehr gesund." Bei der anderen Hälfte der Männer sinke die Leistungsfähigkeit und "ihr Krebsrisiko steigt massiv". Lengfelder, der vor 20 Jahren den Deutschen Verband für Tschnernobyl-Hilfe und eine Klinik für Schilddrüsenerkrankungen in Weißrussland gründete, warnt in der "Frankfurter Rundschau" außerdem vor der Verstrahlung im Pazifik.

"Die Nuklide, die vom Festland weggeblasen werden, senken sich irgendwann auf die Wasseroberfläche, werden von Fischen und anderen Meerestieren aufgenommen und gelangen über die Nahrungskette wieder zum Menschen." Das sei "fatal" für eine Nation wie Japan, die sich überwiegend von Fisch ernähre. "Nie wieder Sushi, könnte man sagen", so Lengfelder.


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RE: Tsunami im Pazifik, 22 Mar. 2011 10:45


DTS-Meldung vom 22.03.2011, 07:59 Uhr:

"Japanischer Unglücksreaktor Fukushima wieder an Stromnetz angeschlossen


In Japan ist es den Arbeitern im Atomkraftwerk Fukushima am Dienstag gelungen, den Atommeiler wieder an das Stromnetz anzuschließen.

Tokio (dts Nachrichtenagentur) - Nun ist geplant, mit Hilfe der Elektrik die Pumpen in den Reaktoren wieder in Gang zu setzen und so die Kühlung der Brennstäbe wieder zu automatisieren. Wann dies allerdings geschehen soll, ließ der Betreiber der Anlage, Tokyo Electric Power (Tepco), offen. Zunächst ist es aber zu weiteren Problemen gekommen, weil Rauch und Dampf über den Reaktoren 2 und 3 des Kraftwerks aufstiegen, so dass die Rettungsarbeiten an den Reaktoren vorübergehend ausgesetzt werden mussten.

Mittlerweile arbeitet man allerdings wieder an der Instandsetzung der Kühlung, verzichtet allerdings auf die Kühlung der Brennstäbe von außen. Unterdessen hat die internationale Atomenergiebehörde IAEA auch außerhalb der Evakuierungszone stark erhöhte radioaktive Strahlungen gemessen. Die japanische Regierung hält eine Ausweitung der Zone momentan nach Angaben eines Regierungssprechers allerdings für "nicht nötig".

Zudem hat man in der Nähe des Reaktors Meerwasser mit massiv erhöhter radioaktiver Belastung entdeckt.


© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Info)"


und ausserdem hatten sie schon wieder ein Seebeben ...

Gruss Hans

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Rocker FXCWC



Gelehrter
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RE: Tsunami im Pazifik, 22 Mar. 2011 12:04


Vor Tokio droht ein weiteres Beben

Japan erlebet gerade eine der verheerendsten Katastrophen in der Geschichte des Landes - und ein weiteres großes Beben könnte die Gegend bald treffen. Davor jedenfalls warnen Experten. Die Bruchzone zwischen den Kontinentalplatten stehe nach wie vor unter Spannung, sagen sie.

Es wäre nicht überraschend, wenn sich morgen ein großes Erdbeben ereignen würde.“ So warnt die japanische Präfektur Shizuoka südwestlich von Tokio in einer jährlich neu erscheinenden Broschüre. Damit meinten die Behörden allerdings nicht das gewaltige Magnitude-9-Beben vom 11. März nordöstlich von Tokio, sondern ein mögliches Starkbeben vor ihrer eigenen Haustür.

Dieses so genannte Tokai-Beben, auf das sich die Japaner bereits seit 25 Jahren vorbereiten, könnte durch die aktuelle Katastrophe ein Stück näher gerückt sein, fürchten Experten. „Die Situation hat sich nicht verbessert“, sagt Frederik Tilmann, Seismologe am Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam.

http://www.fr-online.de/wissenschaft/vor-tokio-droht-ein-weiteres-beben/-/1472788/8243960/-/index.html

Viele Grüße
Christian
 
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RE: Tsunami im Pazifik, 23 Mar. 2011 09:36


DTS-Meldung vom 23.03.2011, 07:50 Uhr:

"Arbeiten an Reaktor 2 des Atomkraftwerks Fukushima unterbrochen


Die radioaktive Strahlung im Block 2 des japanischen Unglücks-Kernkraftwerks Fukushima ist am Mittwoch auf einen Wert gestiegen, der weitere Arbeiten dort vorübergehend unmöglich macht.

Tokio (dts Nachrichtenagentur) - Es wird befürchtet, dass der innere Reaktorbehälter bei einer der Explosionen in der vergangenen Woche beschädigt worden sein könnte. Genau kann man dies noch nicht sagen, da die Versuche der Techniker, die Messinstrumente im Kontrollraum wieder mit Strom zu versorgen, noch nicht abgeschlossen sind. Zwei Arbeiter wurden zudem bei dem Versuch, die Stromversorgung wieder in Gang zu setzen leicht verletzt, allerdings nicht durch radioaktive Strahlung.

Der weitere Zeitplan sieht vor, bis Freitagabend den ersten Reaktorblock wieder automatisiert zu kühlen. Unterdessen hat die japanische Regierung einen Lieferstopp für Gemüse aus der Präfektur Fukushima verhängt. Dieses wiesen massiv erhöhte Radioaktivitätswerte auf.

Die Zahl der bestätigten Todesopfer durch die Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan ist inzwischen auf 9.301 gestiegen, weitere 13.786 Menschen werden noch vermisst. Ihre Rettung gilt als äußerst unwahrscheinlich.


© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Info)"


währenddessen ist zumindest die Kommunikations-Infrastruktur weitgehend wiederhergestellt - und es bebt weiter ...

Gruss Hans

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RE: Tsunami im Pazifik, 24 Mar. 2011 23:24


DTS-Meldung vom 24.03.2011, 19:18 Uhr:

"Gesamtmetall erwägt Kurzarbeit wegen Japan-Krise


Die Metall- und Elektroindustrie erwägt die Nutzung von Kurzarbeit, um die Auswirkungen der Krise in Japan auf die Branche zu dämpfen.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Betriebe spielten zurzeit alle Szenarien durch. "Je besser sie ihre Kapazitäten an unvorhergesehene Schwankungen der Produktionsabläufe anpassen können, umso besser werden sie auch mögliche Auswirkungen des Unglücks in Japan meistern", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Industrieverbandes Gesamtmetall, Gabriele Sons, der Tageszeitung "Die Welt" (Freitagausgabe). Hierfür stünde ihnen "eine Vielzahl von Instrumenten zur Verfügung - von Arbeitszeitkonten über tarifvertragliche Regelungen bis hin zur gesetzlichen Kurzarbeit".

Die Branche ist alarmiert: "Natürlich wird die Krise in Japan wirtschaftliche Auswirkungen haben, doch wie groß diese Folgen für die Metall- und Elektroindustrie sein werden, lässt sich derzeit kaum voraussagen", sagte Sons. Nominell spiele Japan im Außenhandel der Metall- und Elektroindustrie nur eine geringe Rolle. Auf das Land entfielen im vergangenen Jahr gerade einmal 1,4 Prozent der deutschen Ausfuhren und 4,7 Prozent der Einfuhren.

Allerdings seien auch in Produkten, die Betriebe aus anderen Ländern beziehen, japanische Vorleistungen enthalten. "Der tatsächliche Grad der Verflechtung ist deutlich höher, als die direkten Warenströme annehmen lassen", sagte Sons. Die Betriebe könnten die guten Entwicklungen der vergangenen Monate nicht einfach linear fortschreiben.


© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Info)"


ach ja - man scheint langsam aufzuwachen

Gruss Hans

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RE: Tsunami im Pazifik, 25 Mar. 2011 08:41


DTS-Meldung vom 25.03.2011, 05:00 Uhr:

"Peugeot: Lieferengpässe wegen Japan-Krise


Die Japan-Krise führt erstmals in Europa bei einem Industriekonzern zu erheblichen Lieferengpässen und damit zeitweise zu Produktionsausfällen.

Paris (dts Nachrichtenagentur) - Nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" (Freitagsausgabe) laufen die großen französischen und spanischen Werke des Automobilherstellers PSA Peugeot Citroën seit Mittwoch nur noch mit halber Kraft. "Wir haben die Kapazität in den Standorten um 20 bis 60 reduziert, weil uns wichtige Bauteile fehlen", sagte ein Unternehmenssprecher. Auch in Deutschland müssen Kunden nun mit längeren Lieferzeiten rechnen.

Das gilt auch, wenn ein Fahrzeug schon bestellt wurde. Bei PSA stockt derzeit die Lieferung mit Bauteilen für Turbolader. Daher kann praktisch die gesamte Dieselflotte nicht wie geplant produziert werden.

"Wir versuchen zurzeit, die Produktion zu strecken, damit es keine abrupten Unterbrechungen gibt", sagte der Sprecher der Zeitung: "Wir werden vorerst für eine Woche die Produktion drosseln." PSA produziert in Europa überwiegend Frankreich und Spanien, daneben gibt es Werke in Tschechien und der Slowakei sowie Portugal. "Wir versuchen die Auswirkungen für die Kunden so gering wie möglich zu halten. Aber auf Verzögerungen bei der Auslieferung von Autos von etwa einer Woche muss man sich einstellen", sagte der Sprecher. "Die Frage ist allerdings, was passiert, wenn der Produktionsausfall länger andauert. Und heute kann keiner sagen, wann die japanischen Zulieferer wieder voll produzieren."


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und die Nachrichten über das AKW Fukushima werden auch nicht besser.

Von wegen betrifft uns alles nich ...

Gruss Hans

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RE: Tsunami im Pazifik, 19 May. 2011 17:31


DTS-Meldung vom 19.05.2011, 11:15 Uhr:

"Erdbebenkatastrophe: Japan stürzt in die Rezession


Nach der schweren Erdbebenkatastrophe vom 11. März ist Japan in die Rezession gestürzt.

Tokio (dts Nachrichtenagentur) - Nach Angaben der japanischen Regierung schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal um 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Der Einbruch war damit fast doppelt so stark, wie von Experten eigentlich erwartet. Im vierten Quartal 2010 war die japanische Wirtschaft bereits um 0,8 Prozent geschrumpft.

Eine Rezession ist gegeben, wenn die Wirtschaft zwei Quartale hintereinander nicht wächst oder schrumpft. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum schrumpfte das japanische BIP sogar um 3,7 Prozent. Analysten hatten mit einem Minus von zwei Prozent gerechnet.

Da sich das Erdbeben am Ende des ersten Quartals ereignete, rechnet die japanische Regierung mit einem weiteren Schrumpfen des BIP im zweiten Quartal. Von den Folgen der Katastrophe ist in Japan vor allem die Autoindustrie betroffen. Wirtschaftsminister Kaoru Yosano will jedoch Optimismus verbreiten.

Die japanische Wirtschaft sei demnach "widerstandsfähig genug, sich nach dieser Prüfung wieder zu erheben".


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RE: Tsunami im Pazifik, 02 Jun. 2011 18:37


DTS-Meldung vom 02.06.2011, 09:35 Uhr:

Branchenverband: Zunehmende Lieferengpässe bei Hightech-Produkten aus Japan


Die Situation nach der Erdbebenkatastrophe in Japan wirkt sich offenbar immer stärker auf die Produzenten und Händler von Elektronikgeräten aus.

Berlin/Tokio (dts Nachrichtenagentur) - Das ergab eine Umfrage des Hightech-Verbands Bitkom. Demnach verzeichnen inzwischen 42 Prozent der Hersteller und Händler von Elektronikgeräten in Deutschland Lieferengpässe. Weitere 21 Prozent erwarten Einschränkungen in den kommenden Wochen oder Monaten.

Bei einer Bitkom-Umfrage Anfang April registrierten erst 17 Prozent der Unternehmen Lieferengpässe. Probleme gibt es nach Angaben der befragten Firmen insbesondere bei elektronischen Bauteilen, Halbleitern, Chips und Festplatten. Auswirkungen haben die Engpässe zudem auf die Preise.

Fast ein Fünftel der Firmen (18 Prozent) verzeichnet Preissteigerungen bei Produkten, Komponenten oder Bauteilen, die sie beziehen. Weitere 28 Prozent rechnen mit Preissteigerungen in den kommenden Wochen oder Monaten. Dagegen beobachten 43 Prozent keine Preissteigerungen.


© dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Info)"

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